
English Chamber Orchestra | Marzena Diakun | Elisabeth Leonskaja
Einführungsgespräch 45 Minuten vor Veranstaltungsbeginn
Joseph Haydn: Symphonie e-Moll Hob. I:44 „Trauer-Symphonie“
Wolfgang Amadé Mozart: Konzert für Klavier und Orchester Es-Dur KV 271 „Jeunehomme-Konzert“
Franz Schubert: Symphonie Nr. 5 B-Dur D 485
Beim 4. Meisterkonzert der Saison stehen mit Elisabeth Leonskaja und Marzena Diakun als Dirigentin zwei Künstlerinnen besonderer Güte auf der Bühne des Saal Tirol im Congress Innsbruck. Dabei dient ihnen das traditionsreiche English Chamber Orchestra als musikalisches Bindeglied.
Auf dem Programm stehen Werke aus drei Generationen von Komponisten, die allesamt der Epoche der Wiener Klassik zuzurechnen sind. Im Falle der ersten beiden kann der später hinzugekommene Beiname mit dem Wirken einer Frau in Verbindung gebracht werden.
Im Falle der Symphonie e-Moll Hob. I:44 von Joseph Haydn, war es die Dichterin Johanne Karoline Wilhelmine Spazier, deren literarischem Beitrag im Weimarer „Journal des Luxus und Moden“ wir das Wissen zu verdanken haben, dass das Werk einst als „Trauer-Symphonie“ im Rahmen einer sog. Berliner „Gedächtnisfeier“ zum Andenken des kürzlich verstorbenen Komponisten erklungen war. Im Falle von W. A. Mozarts bahnbrechenden Klavierkonzert Es-Dur KV 271, rührt der Name hingegen daher, dass er den Solopart wohl für Louise Victoire, die Tochter des Pariser Ballettreformers Jean George Noverre schrieb, die mit dem Tänzer François-Gaspard Jenamy verheiratet war.
Aus Schuberts Symphonie B-Dur D 485, die dieser im Alter von nur 19 Jahren schrieb und die sich in einem durchsichtig-transparentem Klangbild zeigt, wird schließlich eine besondere stilistische Nähe zu Mozart, insbesondere deren tonartlich verwandten Symphonie in g-Moll KV 550 deutlich.


