
Quatuor Hanson
Einführungsgespräch 45 Minuten vor Veranstaltungsbeginn
Programm
Franz Schubert | Quartettsatz c-Moll D 703
Claude Debussy | Streichquartett g-Moll op. 10
Ludwig van Beethoven | Streichquartett B-Dur op. 130 (mit Große Fuge B-Dur op. 133)
Aus Paris kommt eines der aufregendsten Streichquartette seiner Generation: Das Quatuor Hanson, 2013 gegründet, hat sich mit einer unverwechselbaren musikalischen Handschrift längst in die erste Reihe der europäischen Kammermusikszene gespielt: vier Musiker:innen, die sich mit ebenso viel Leidenschaft wie interpretatorischem Tiefgang der Erkundung des überaus reichen Repertoires der Gattung Streichquartett verschrieben haben. Interpretatorischer Weitblick, technische Perfektion und eine Prise Humor verbinden sich zu einem unverwechselbaren Klang, einem Spiel, das durch Lyrik, transparente Klanglichkeit und Frische besticht – Qualitäten, die selbst vertraute Werke in einem gänzlich neuen Licht erscheinen lassen.
Das Programm des Quatuor Hanson spannt einen großen inhaltlichen Bogen über die Geschichte des Streichquartetts im 19. Jahrhundert: Auf Franz Schuberts fragmentarischen Quartettsatz c-Moll D 703, einem erschütternden, 1820 entstandenen Dokument innerer Zerrissenheit, folgt Claude Debussys einziger Gattungsbeitrag, das Streichquartett g-Moll von 1893, das mit impressionistischer Klangmagie die Gattung erneuerte. Den Gipfelpunkt bildet Ludwig van Beethovens spätes B-Dur-Quartett op. 130 – in seiner ursprünglichen Fassung, mit der kompromisslosen Großen Fuge op. 133 als Finale. Ein Quartettabend zwischen instrumentaler Dramatik, musikalischer Kaleidoskopie und Beethoven’scher Transzendenz.


