
Minguet Quartett
Einführungsgespräch 45 Minuten vor Veranstaltungsbeginn
Programm
Johann Sebastian Bach: Contrapunctus I, IV, VI & IX (aus: Die Kunst der Fuge BWV 1080)
Arnold Schönberg: Scherzo für Streichquartett F-Dur (1897)
Igor Strawinsky: Drei Stücke für Streichquartett K19
Hans Werner Henze: Streichquartett Nr. 2 (1952)
Johannes Brahms: Streichquartett Nr. 1 c-Moll op. 51 Nr. 1
Mit großer Vorfreude blicken die Meister&Kammerkonzerte der Rückkehr eines Ensembles entgegen, das sich nicht zuletzt durch die kluge Kombination von klassischer und zeitgenössischer Musik einen Namen gemacht und mit seinen gleichermaßen populären wie anspruchsvollen Programmen längst ein breites internationales Publikum für sich eingenommen hat.
Als Kulturschaffende aus Nordrhein-Westfalen ist es den Musiker:innen des Minguet Quartetts eine Herzensangelegenheit, den großen Komponisten und Sohn ihrer Heimat, Hans Werner Henze (geboren am 1. Juli 1926 in Gütersloh), zum Anlass seines hundertsten Geburtstags in besonderer Weise zu ehren. So etwa mit dem Programm „Collage: Spurensuche“ das von der Person des jungen Henze handelt, der mit Staunen und unbändiger Neugier, jedoch auch unter teils schwierigen Bedingungen die Musik vergangener Jahrhunderte aufgesogen und intensiv studiert hat. Daraus entwickelte er im Laufe der Jahre seinen unverkennbaren Stil: Ausgehend von Bach und Brahms, deren Werke ihm stets als große Vorbilder dienten, waren es schließlich die Zwölftontechnik Arnold Schönbergs, die sich der in Heidelberg, Darmstadt und Paris Studierende einst autodidaktisch aneignen musste. Doch auch durch die neuartige Polytonalität und ausgeprägte Rhythmik Igor Strawinskys fand Henze schließlich zu seiner ganz eigenen Sprache.


